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Höflichkeit und Konfliktbewältigung in der Online-Kommunikation Jugendlicher

  • Diese Arbeit untersucht die Online-Kommunikation Jugendlicher im sozialen Netzwerk SchülerVZ. Der Fokus liegt auf der Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen in der schriftlichen Kommunikation. Zudem wird ein mehrdimensionales Modell zur Beschreibung von Online-Kommunikationskompetenz entwickelt und mit Beispielen konkretisiert. Der theoretische Teil der Arbeit (Kapitel 1-4) beinhaltet die Darstellung der Adoleszenzphase der untersuchten Fokusgruppe (Schüler im Alter von 12-13 Jahren), um ihren Entwicklungsstand einordnen zu können. Ebenso wird in diesem Kapitel die aktuelle Forschung zur Online-Kommunikation beleuchtet und zusammengefasst, insbesondere empirische Arbeiten stehen hierbei im Vordergrund. Das Kapitel 3 thematisiert dezidiert die sozialen Netzwerke. Neben der Begriffsbestimmung wird die Entwicklung der verschiedenen Netzwerke in Deutschland anhand ihres chronologischen Auftretens beschrieben. Mit der Darstellung des Aufbaus und der Funktionen des SchülerVZs schließt dieses Kapitel. Das folgende Kapitel skizziert das methodische und theoretische Gerüst der Arbeit. Dabei wird auf verschiedene Ansätze der Gesprächsforschung, wie die Ethnografische Gesprächsanalyse und die Interaktionale Stilistik, zurückgegriffen, die auf die Besonderheiten der Online-Kommunikation adaptiert werden. Schwerpunkte sind dabei die Aspekte der Prozesshaftigkeit und der Interaktion. Hierdurch kann interaktionale Online-Kommunikation adäquat beschrieben werden. Zur Analyse des Begriffs der Höflichkeit in der Online-Kommunikation werden die Kategorien von Haferland und Paul verwendet. Ebenso werden Goffmans Überlegungen zum Face-Work-Konzept mit einbezogen. Das fünfte Kapitel thematisiert das Korpus sowie die ethischen und rechtlichen Aspekte der Aufzeichnungen. Kapitel 6 stellt kommunikative Handlungen der Jugendlichen vor, die der Pflege und Aufrechterhaltung der Online-Kommunikation – und letztendlich der Beziehung der Beteiligten – dienen. Es wird dabei beschrieben, wie die Jugendlichen sprachliche und nicht-sprachliche Elemente sowie typische sprachliche Handlungen verwenden, um höflich miteinander umzugehen. Dies können nicht nur Texte, sondern auch multimediale Inhalte, wie Emoticons oder Videos, sein. Weiter wird erläutert, wie Konflikte in der Online-Kommunikation entstehen können und welche Strategien die Jugendlichen anwenden, um diese wieder zu normalisieren. Im mediendidaktischen Teil wird ein mehrdimensionales Modell zur Online-Kommunikationskompetenz entwickelt, das auf der Verbindung zwischen Schreib- und Gesprächskompetenz basiert. Die einzelnen Schnittebenen werden zudem anhand verschiedener Kompetenzniveaus konkretisiert. Die Arbeit vereinigt somit sprachwissenschaftliche Analysen mit mediendidaktischen Überlegungen.
Metadaten
Author:Daniel Gysin
URN:urn:nbn:de:bsz:751-opus4-608
Subtitle (German):Ausblick auf Online-Kommunikationskompetenz im Deutschunterricht
Referee:Angelika StorrerGND
Advisor:Carmen Spiegel
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2016
Date of first Publication:2016/03/03
Granting Institution:Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Fakultät II
Date of final exam:2015/04/13
Release Date:2016/03/03
Tag:Chat; Deutschunterricht; Emoticons; Ethnografische Gesprächsanalyse; Face-Work; Facebook; Höflichkeit; ICQ; Image; Instant Messenger; Interaktion; Interaktionale Stilistik; Interaktionsanalyse; Jugendsprache; Kommunikationskompetenz; Konflikte; Mediendidaktik; Online-Kommunikation; Schreibkompetenz; SchülerVZ; Screen Capturing; Smileys; Soziale Netzwerke; Vagheit
GND Keyword:Konversationsanalyse; Computerunterstützte Kommunikation; Mediendidaktik
Pagenumber:IV, 317
Identifier Union Catalogue:1656572745
Institutes:Fakultät II
DDC class:400 Sprache / 430 Deutsch
Licence (German):License LogoVeröffentlichungsvertrag für Dissertationen